Die Städte ersticken zunehmend im Individualverkehr. Doch eine Alternative zum eigenen Auto muss bequem sein. Sie muss flexibel sein. Sie muss unkompliziert sein. Genau das wird jetzt Wirklichkeit. Schon jetzt in Hamburg und bald auch anderswo.

Nahverkehr allein ersetzt nicht den privaten PKW

Eigentlich gibt es ja zahlreiche Alternativen zum eigenen PKW – Busse und Bahnen, Taxis, Carsharing, Bikesharing und erste On Demand-Services. Das Problem ist nur, dass man derzeit überall erst Kunde werden muss und eine eigene App braucht, was die Sache doch recht kompliziert macht.

Alle Verkehrsmittel problemlos nutzbar

Mit dem Projekt switchh will die Hamburger Hochbahn den Anfang zu einem gemeinsamen Mobilitätsangebot machen. Kern von switchh ist die intelligente Vernetzung aller öffentlichen Verkehrsmittel. Ziel ist es, dem Stadtbewohner eine einfache, übergreifende Nutzung dieses vielfältigen Angebotes zu ermöglichen.

switchh rückt eine neue, urbane Mobilität ohne eigenen PKW ins Bewusstsein und soll Anreize zur Reduktion der privaten PKW-Nutzung bzw. des privaten PKW-Besitzes schaffen. Die Basis dafür soll die switchh Plattform bieten. Diese wird in enger Zusammenarbeit mit der Upstream next level mobility GmbH, einem Tochterunternehmen der Wiener Linien, realisiert.

Der Nutzer benötigt dafür lediglich eine einheitliche Registrierung und Validierung und verfügt fortan über eine Anbieter-übergreifende Übersicht und Abrechnung. Die Nutzung der verschiedenen Mobilitätsprodukte soll über ein gemeinsames Medium erfolgen: die switchh App. Diese soll das gesamte Anwendungsspektrum abdecken – von derAuskunft über die Reservierung/Buchung bis zu Zugang und Nutzung des jeweiligen Verkehrsmittels.

Eine Lösung für jeden Mobilitätsbedarf

Ziel von switchh ist eine digitale Infrastruktur für die urbane Mobilität, die alle öffentlich zugänglichen Angebote vernetzt und später auch die damit im Zusammenhang stehende Infrastruktur einbezieht (Haltestellen, P+R- bzw. B+R-Anlagen und Parkplätze).

In Zeiten zunehmender Digitalisierung soll switchh einen verlässlichen digitalen Zugang zu urbaner Mobilität ermöglichen – ganz gleich, ob per Bahn, Bus, Taxi oder Sharing.

Die Hochbahn will mit switchh das Management und die digitale Infrastruktur für einen Anbieter-übergreifenden Mobilitätsservice bereitstellen. Verkehrspolitisch gesehen soll damit eine bessere Auslastung unterschiedlicher Verkehrsmittel und damit weniger ruhender und fließender Verkehr erreicht werden. Es soll eine Mobilitätslösung alternativ zum privaten PKW geschaffen werden, die hochverdichtete Quartiere entlastet und Perspektiven für die Entwicklung neuer, autoarmer Quartiere bietet.

Umweltpolitisch gesehen bekommt damit der Gedanke eines Umweltverbundes eine ganz neue Qualität. Geteilte Fahrzeuge entlasten den Individualverkehr. Zunehmend elektrifizierte Antriebe bei Carsharing und ÖPNV wirken sich positiv auf Luftqualität und Umwelt aus.

Stand: August 2019

Switchh
in Numbers

1327
Bushaltestellen
91
U-Bahn- und S-Bahn-Haltestellen
45
switchh-Punkte im Stadtgebiet Hamburg
4000
Carsharing-Fahrzeuge von 3 Anbietern
2500
Fahrräder von StadtRAD Hamburg

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