Der Hamburger Hafen, Deutschlands größter Seehafen und der drittgrößte Containerhafen Europas, verfügt über vier moderne Containerterminals sowie rund 50 spezialisierte Umschlaganlagen. Jeder achte Arbeitsplatz in Hamburg hängt direkt oder indirekt vom Hafen ab.

Herausforderung: Global wettbewerbsfähig bleiben und die Umwelt schonen

Im internationalen Wettbewerb steht der Hamburger Hafen in direkter Konkurrenz mit den Häfen in Rotterdam und Antwerpen. Dazu kommen wachsende Anforderungen der Wirtschaft an Qualität und Pünktlichkeit sowie die Gewährleistung reibungsloser Abläufe in der Hinterlandinfrastruktur. Die Hamburg Port Authority (HPA) forciert als intelligenter Hamburger Hafen mit der smartPORT-Philosophie nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und den bestmöglichen Nutzen für seine Kunden unter Minimierung der Umwelteinflüsse.

Lösung: Intelligente Vernetzung

smartPORT steht für ein intelligentes Hafenmanagement, das eine Vielzahl verschiedener Projekte umfasst. Ein Schwerpunkt liegt auf der Modellierung und Planung von logistischen Prozessen und Verkehrssystemen sowie der Infrastruktur in Hafen und Umland. Das Projekt smartPORT logistics steht dabei für intelligente Lösungen für den Verkehrs- und Warenfluss im Hamburger Hafen, sowohl unter ökonomischen als auch ökologischen Gesichtspunkten.

Letztere stehen auch bei smartPORT energy im Focus, das 2012 gemeinsam mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) und der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) initiiert wurde mit dem Ziel, durch die Nutzung von erneuerbaren Energien die Abhängigkeit von konventionell erzeugter Energie zu reduzieren und damit Emissionen zu senken.

Im Rahmen der smartPORT-Initiative sind mittlerweile über 20 (Pilot-)Projekte entstanden, von denen ein Großteil auf der Welthafen Konferenz im Juni 2015 vorgestellt wurden. So liefert das Leitstandsystem PORT Monitor in Echtzeit und auf Basis georeferenzierter Daten Informationen über Ereignisse und Zustände der Wasserstraßen im Hamburger Hafen, die die Nautische Zentrale zur Überwachung des Hamburger Hafengebiets und seiner Elbzufahrt benötigen. Hierzu zählen unter anderem die aktuelle Position und die Ziele der Schiffe, die aktuellen Pegeldaten, Liegeplätze, Brückenhöhen oder auch Angaben zu aktuellen Baustellen. Seit Anfang 2013 gibt es den PORT Monitor auch in einer mobilen Version auf dem Tablet-PC. Somit kann er standortunabhängig während der Kontrollfahrten auf den Barkassen eingesetzt werden. Ein weiteres Beispiel aus der Verkehrsoptimierung ist der interaktive Touch Tisch, der in der Nautischen Zentrale zum Einsatz kommt und herkömmliche Peilkarten aus Papier ersetzt.

Potenzial: Langfristiges und nachhaltiges Wachstum

2014 haben die HPA und die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) eine Fördervereinbarung zur Errichtung der Juniorprofessur „smartPORT“ am Exzellenzkolleg der TUHH geschlossen und bauen so eine Brücke zwischen Praxis und Wissenschaft. Und zusammen mit der Universität Hamburg prüft die HPA den Einsatz von Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR). Ebenfalls in Kooperation mit der Universität Hamburg wird die Einführung des „Internet der Dinge“ (IoT) vorangetrieben, also eine neue Stufe der Vernetzung.

Die HPA hat Effizienz als vielleicht wichtigsten Wettbewerbsfaktor des Hamburger Hafens identifiziert. Ein vernetzter Hafen bietet großes Potenzial zur Effizienz-Steigerung, zumal wenn er gemeinsam mit starken Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft realisiert wird. Durch intelligente Vernetzung wird ein effizienterer Hafenbetrieb möglich und damit ein nachhaltiges und ressourcenschonendes Wachstum des Hamburger Hafens.

Mehr über die HPA

Dr. Sebastian Saxe und Nicolas Chibac sprechen über kommende Technologien und innovative Lösungen für den Hamburger Hafen.

 



smartPORT
in Numbers

7.200
Hektar
156.000
Arbeitsplätze
300
Schienenkilometer
850
Weichen
118
Brücken
138,2 M.
Tonnen Gesamtumschlag in 2016

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