Mit intelligenten Fahrradanhängern für Transporte will das Hamburger Startup Nüwiel die Mobilität in der Stadt umweltfreundlicher gestalten und nachhaltig verändern. Motorisierte Lastenträger gibt es zwar bereits, aber die intelligente Technologie der drei jungen Hamburger Ingenieure Natalia Tomiyama, Fahad Khan und Sandro Rabbiosi ist in dieser Form bisher einzigartig. „Nü“ ist übrigens plattdeutsch und bedeutet „neu“. „Wiel“ ist der holländische Ausdruck für „Rad“.

Herausforderung: Lasten in der Innenstadt transportieren

Wer mit dem Fahrrad durch die Stadt fährt, bewegt sich nicht nur mehr als Autofahrer, sondern kommt in vielen Fällen schneller ans Ziel. Doch was, wenn man auf langer Strecke schwere Lasten transportieren will? Die Vision der drei Gründer: Transporte in der Stadt sind bis zu 50 Prozent schneller als per PKW, es gibt weniger Staus, Lärm und Luftverschmutzung.

Lösung: Ein intelligenter Anhänger

Die Lösung ist so einfach wie genial: ein elektrisch betriebener Fahrradanhänger, der auf äußere Gegebenheiten reagiert und den Fahrer unterstützt und entlastet.

Der intelligente Anhänger lässt sich problemlos an jedes Fahrrad ankuppeln. Ob es bergauf- oder bergab geht und welche Last der Anhänger trägt, wird von Sensoren gemessen.

Sie bewerten die Distanz zwischen Fahrrad und Anhänger und senden ein Signal über das Kontrollsystem an die Bremsen oder an den Motor.

Dementsprechend gibt der Elektromotor mehr oder weniger Schub oder bremst bei abschüssigem Gelände. Dafür sorgt ein dreifach abgesichertes Bremssystem, das selbst bei leerem Akku funktioniert. Der Clou: Aufgeladen wird der Akku an ganz normalen Steckdosen oder durch Treten des Radfahrers.

Die Gründer von Nüwiel kommen aus dem Startup-Dock der Technischen Universität Hamburg Harburg (TUHH).  2016 gründeten sie ihr Business. Viele Bauteile entwickelt und baut das Team an der TU selbst, auch ganz innovativ im 3D-Drucker. Sie überzeugten mit ihrer nachhaltigen Idee und profitierten von regionalen Förderprogrammen wie EXIST, InnorampUp und Climate-KIC.

Potenzial: Weitere Zielgruppen im Blick

https://future.hamburg/story/start-up-meets-futurologist/Fahrräder werden künftig eine noch größere Rolle im Verkehr übernehmen. Dass inzwischen eines der größten Logistikunternehmen der Welt, UPS, seine Fahrradkuriere sowohl in Hamburg als auch in Berlin mit den Anhängern von Nüwiel ausrüstet, zeigt das gute Gespür der Hamburger Gründer: Ihre Innovation trifft den Zeitgeist. Noch fokussiert Nüwiel auf B2B, insbesondere auf den Bereich Logistik. Schon bald soll die Innovation auch Privatkunden angeboten werden – zum Beispiel für Einkäufe oder auch zum Transport einer süßen Last: der eigenen Kids.

Mehr über Nüwiel

 

 

 

Trendforscher trifft Start-Up. Wippermann vs. Nüwiel:



 

 

 

Ein Start-Up stellt sich vor



Nüwiel
in Numbers

5
Prototype
120
Verbaute Komponenten pro Trailer
33%
Anteil weibliche Mitarbeiter
3
Gründer
100Kg
Zuladungsgewicht des Hängers
2016
Gründungsjahr

Impressions

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