Virtual Reality zählt zu den entscheidenden Innovationsfeldern von morgen. So wird man zu Live-Konzerten künftig nicht mehr unbedingt zu einem Konzertsaal fahren müssen.

Herausforderung: Konzerte jedem zugänglich machen

Konzertsäle und andere Veranstaltungsorte haben nur eine begrenzte Kapazität. Konzerte beliebter Künstler sind daher meist schon Monate im voraus ausverkauft. Auf der anderen Seite muss ein aufstrebender Künstler bereits eine sehr hohe Bekanntheit besitzen, um einen Konzertsaal zu füllen.

Ideal wäre hier eine Möglichkeit, das Konzert direkt nach Hause zu holen. Aber nicht einfach in Bild und Ton, wie man es kennt. Sondern auf eine immersive Weise, die das Gefühl vermittelt mitten im Saal und wirklich live dabei zu sein.

Lösung: Ein VR-Headset, ein Konzert, ein Abend unter Gleichgesinnten

VR-Headsets haben mittlerweile ein Preisniveau erreicht, das sie auch für den Consumer-Bereich zu einem interessanten Gadget machen. Unter den Gamern hat man das schon länger erkannt. Doch auch der Musikbranche bietet Virtual Reality neue Möglichkeiten, Künstler bekannt zu machen und Live-Konzerte für ein breites Publikum zu öffnen.

Das erkannten Fatih Inan und Fabio Buccheri, als sie 2014 zum ersten Mal mit VR in Kontakt kamen. Beide verband eine ausgeprägte Begeisterung für Musik und sie gingen sofort daran, diese Technologie mit ihrer Passion zu verbinden. Sie holten sich Motion Designer Jörg Kahlhöfer ins Team und trafen auf Pascal Kuemper, der sich um den strategisch-operativen Bereich kümmerte. NOYS VR war geboren. Das junge Startup erhielt ein EXIST Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und konzentrierte sich auf die Entwicklung einer Lösung zur Virtualisierung von Konzerten, die später über eine Internet-Plattform gleichen Namens vertrieben werden sollen.

NOYS VR bietet Musikern eine interaktive Plattform zum Auftritt im virtuellen Raum. Die Konzerte werden von einer Spezialkamera aufgezeichnet und in eine dreidimensionale, virtuelle Umgebung gestreamt. Dabei kann es sich um einen realen Veranstaltungsort handeln, der vorher eingescannt wurde, oder es wird eine fantasievolle rein virtuelle Umgebung geschaffen, in der sich die Zuschauer uneingeschränkt bewegen können.

Ein solches virtuelles Konzert bietet ein hohes Maß an Interaktivität. Die Zuschauer verwandeln sich in Avatare und werden zu einer großen Community. Sie können sich gegenseitig sehen und miteinander kommunizieren. Außerdem kann ein Konzert sowohl als öffentliche Aufführung erlebt werden, in einer begrenzten Gruppe Gleichgesinnter oder auch als Einzelperson.

Potenzial: Ein Portal, das Musiker und Konzertbesucher zusammenbringt

Momentan befindet sich NOYS VR noch in der Testphase. Wer sich ein VR Headset zulegt, kann sich über den App-Store die NOYS VR App herunterladen und auf die Plattform zugreifen. Momentan gibt es hier mehrere beispielhafte Konzerte. Sie vermitteln einen ersten Eindruck von der virtuellen Konzertwelt von morgen und demonstrieren die Faszination eines Konzertbesuchs, der sich nicht viel anders anfühlt als live vor Ort, obwohl man sich dafür nicht aus dem Haus bewegt hat.

Ein dankbares Szenarium für die Zukunft ist die Ausweitung einer ausverkauften Live-Veranstaltung auf Konzertbesucher im virtuellen Raum. Aufstrebende Musiker können sich auf eine weitaus eindrucksvollere Weise ihrem Publikum vorstellen, als dies bisher möglich ist. Sogar die live-Interaktion zwischen Künstler und Publikum ist möglich.

NoysVR
in Numbers

4
kreative Köpfe
4
Jahre Entwicklungszeit
1
App für Virtual Reality-Konzerte

Impressions

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