Der Verkehr in Metropolen stößt weltweit an seine Grenzen. Individualverkehr bedeutet oft Stau, Parkplatzsuche, Frust. Busse und Bahnen wiederum fahren nicht immer ganz bis zum Zielort. Höchste Zeit also, über neue Lösungen nachzudenken, die Mobilität mit Flexibilität verbinden.

Herausforderung: Verkehr reduzieren, ohne die Mobilität einzuschränken

Eine wirkliche Alternative zum Pkw müsste ähnlich flexibel sein wie das eigene Auto und nahezu denselben Komfort bieten.

Lösung: Zwischen Taxi und ÖPNV

MOIA ist ein Unternehmen der Volkswagen Gruppe, das angetreten ist, ein Konzept zu entwickeln, das den Individualverkehr in Ballungszentren spürbar reduziert, ohne die Mobilität der Menschen nennenswert einzuschränken.
Die Basis dafür ist ein neuartiges Fahrzeug-Konzept. Ein Shuttle-on-Demand-Service soll alles bieten, was eine angenehme Fahrt ausmacht: Bequeme Einzelsitze, viel Bein- und Bewegungsfreiheit, Privatsphäre. Dazu kommt ein Elektroantrieb für minimale Umweltbelastung.
Die Idee basiert auf dem Konzept der Poolbildung. So kann der MOIA Bus bis zu 6 Personen aufnehmen. Das heißt, Fahrgäste mit ähnlicher Fahrtroute teilen sich ein Fahrzeug. Außerdem geht es um Flexibilität und Verfügbarkeit. Eine App erkennt den Standort des Fahrgastes und weist automatisch den Weg zur nächsten Haltestelle. Und die soll nie mehr als 250 Meter entfernt sein. Auch das Ziel soll nie weiter als 250 Meter von der nächsten Haltestelle entfernt sein. Feste Fahrtrouten gibt es nicht. Umsteigen auch nicht.
Technisch basiert MOIA auf einer komplexen Softwarelösung, die jeden Fahrauftrag erfasst und automatisch so an die Fahrzeugflotte weitergibt, dass die Fahrzeuge optimal ausgelastet werden und der Fahrgast möglichst ohne Wartezeit an sein Ziel kommt. Hinter der komplexen Logistik-Software von MOIA steckt ein Entwicklerteam mit Sitz in Hamburg und Helsinki. Anfang 2019 will MOIA seinen Betrieb im Großraum Hamburg aufnehmen.
Hamburg ist im Bereich digitaler Mobilität bereits jetzt die modernste deutsche Stadt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, wissenschaftlich begleitet vom Institut für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). (Mai 2017)

Potenzial: Start in ein neues Mobilitätszeitalter

Ziel von MOIA ist es, das Mobilitätskonzept letztlich möglichst weltweit in allen Ballungszentren anzubieten. Ein erster Testbetrieb läuft seit Oktober 2017 in Hannover. Dabei werden jedoch noch keine Elektrofahrzeuge eingesetzt, wie sie künftig kennzeichnend für MOIA sein sollen. Der eigentliche große Marktstart ist für Anfang 2019 vorgesehen. Dafür wurde der Großraum Hamburg ausgewählt, in dem dann zunächst 200 elektrisch betriebene MOIA-Fahrzeuge den Betrieb aufnehmen werden. Je nach Bedarfsentwicklung kann dieser Bestand auf bis zu 1.000 Fahrzeuge aufgestockt werden.

MOIA
in Numbers

780.000 PKW
sind im Großraum Hamburg zugelassen
40%
aller Fahrten erfolgen im privaten PKW
20 %
aller Fahrten erfolgen mit dem ÖPNV
200
Elektrofahrzeuge zum Start von MOIA in Hamburg
bis zu 1.000
Fahrzeuge der künftigen MOIA-Flotte

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