Das CleverShuttle ist bequemer als der Bus und genauso flexibel wie ein Taxi. Es hält genau da, wo man abgeholt werden will und fährt an jedes gewünschte Ziel. Als Ride Pooling-Service nimmt es noch andere Fahrgäste mit, die in dieselbe Richtung fahren. Dafür ist es äußerst preisgünstig.

Mobilität für die City von morgen

Im dicht besiedelten urbanen Bereich ist das eigene Auto längst nicht mehr die beste Art der Fortbewegung. Ständige Staus zerren an den Nerven. Parkraum ist rar und die Umweltbelastung ist erheblich. Doch Bus und Bahn fahren nicht immer dann, wenn man sie gerade braucht und selten dahin, wo man gerne hin will.

Eine Alternative heißt Ride Pooling – Leute, die in dieselbe Richtung fahren, teilen sich ein Fahrzeug mit Fahrer, das sie überall abholt und genau ans gewünschte Ziel bringt. Dass dabei vor allem Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (Batterie, Wasserstoff) zum Einsatz kommen, gehört eigentlich dazu.

Ein Startup aus Berlin hat Ride Pooling auf besonders intelligente Weise umgesetzt und traf dabei vor allem in Hamburg auf offene Ohren.

Ein Shuttle, das jedes Ziel anfährt

2014 hatten drei Berliner Freunde eine Idee, die zu einem erfolgreichen Unternehmen werden sollte. Bruno Ginnuth, Jan Hofmann und Slava Tschurilin fiel auf, dass die Taxis, die am Hauptbahnhof oder Flughafen starteten, oftmals in dieselbe Richtung fuhren und mehr oder weniger dasselbe Ziel hatten. Da ist es doch sinnvoll, mehrere Fahrten zusammenzufassen und mit nur einem Fahrzeug abzuwickeln, war ihre Überlegung und sie gingen daran, ihre Erkenntnis in ein Geschäftsmodell umzusetzen.

2015 gründeten sie ein Unternehmen und nannten es CleverShuttle, die clevere Lösung zwischen dem Taxi und dem öffentlichen Personennahverkehr. Am Anfang fanden sich 18 Investoren, die dieses Konzept mittrugen. Heute ist das Unternehmen zu 80 % im Besitz der Deutschen Bahn und soll in Großstädten die Anschlussmobilität ab dem Bahnhof sicherstellen. In Kürze wird man einen CleverShuttle Fahrzeug auch direkt über den DB Navigator buchen können, das dann direkt am Bahnhof wartet und bis an die gewünschte Adresse fährt.

CleverShuttle ist derzeit in 6 deutschen Städten vertreten. Die Buchung einer Fahrt erfolgt über eine App, die automatisch den aktuellen Standort des Fahrgastes ermittelt.

Seit Ende 2017 steht das Angebot auch in Hamburg zur Verfügung und ist Teil des vielseitigen Mobilitätsangebots der Stadt. Wobei CleverShuttle im Gegensatz zu anderen Anbietern keine festen Haltepunkte kennt, sonder den Fahrgast an jeder beliebigen Adresse abholt . Eine weitere Besonderheit ist, dass man eine Fahrt im CleverShuttle sowohl mit Kreditkarte, über Paypal und in bar bezahlen kann. Auch das ist ein Unterschied zu anderen Anbietern.

Ride Pooling mit alternativem Antrieb

In Hamburg startete CleverShuttle mit einer Flotte von 50 Elektro- (E-Golf) und Wasserstoff-Fahrzeugen (Toyota Mirai, Hyundai Ix35). Hamburg ist führend bei Wasserstoff und verfügt bereits über drei Tankstellen, die ausschließlich aus Windenergie produzierten Wasserstoff anbieten. Für seine Elektrofahrzeuge wird CleverShuttle 2019 eine eigene Ladeinfrastruktur aufbauen.

„In Hamburg trafen wir auf eine zukunftsgewandte Geisteshaltung,“ meint CleverShuttle Pressesprecher Fabio Adlassnigg: „Hier hat man uns von Anfang an unterstützt und den Weg geebnet.“

Im Schnitt ist ein Fahrzeug bis zu 800 km am Tag unterwegs. Von Donnerstag bis Montagabend kann rund um die Uhr gebucht werden. An den übrigen Tagen ruht der Betrieb jeweils zwischen 5 und 8 Uhr morgens. Die Fahrer sind ausschließlich fest angestellt und werden laut Unternehmensangaben deutlich über Mindestlohn bezahlt. Als Teil seiner Unternehmensphilosophie setzt CleverShuttle hier grundsätzlich nicht auf Subunternehmer-Strukturen.

Stand: August 2019

CleverShuttle
in Numbers

50
Fahrzeuge in Hamburg.
310
Tonnen CO2-Einsparung in Hamburg
60%
geteilte Fahrten (Ride Pooling)
10
Minuten maximale Wartezeit
0
Haltestellen, Abholung an jeder beliebigen Adresse

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